Selbstbestimmt und bezahlbar: Glückliches Wohnen im Alter

CDU will mit Hilfe der BGW alternative Wohnprojekte ermöglichen

 

Ältere Menschen, die allein in einer zu groß gewordenen Immobilie leben, sind nicht gerade selten in unseren Nachbarschaften anzutreffen. Oftmals stellt sich vor allem für alleinlebende Senioren die Frage, wie es mit zunehmendem Alter und den damit einhergehenden Beeinträchtigungen weitergehen mag. Für ein Zimmer im Seniorenheim ist es noch zu früh, kleine Wohneinheiten sind verhältnismäßig teuer. Und was tun gegen die Einsamkeit? Dies sind alles Fragen, die viele Betroffene bewegt.

Die CDU-Lindlar hat sich zum Ziel gemacht, dieses gesellschaftliche Problem mit ganz konkreten Projekten lösen zu wollen. Neben der allgemeinen Vergrößerung des bezahlbaren Wohnungsangebotes auf dem Markt insbesondere auch für die Zielgruppe der Senioren, sollen nun auch alternative Wohnmodelle wie die „Senioren-WG“ eine Chance erhalten. Hierzu hat die CDU-Fraktion bereits einen Antrag an die zuständigen Gremien eingebracht: Die gemeindeeigene Bau- Grundstücks- und Wirtschaftsförderungsgesellschaft mbH (BGW) soll proaktiv den Erwerb eines für die Umrüstung zu einer Senioren-WG geeigneten Wohnobjektes prüfen und dieses dann zu einem sehr fairen Mietzins an Interessierte vermieten. Idealerweise handelt es sich bei einem solchen Objekt um ein „zu groß gewordenes“ Ein- oder Zweifamilienhaus.

Belebt und moderiert werden könnte die Etablierung dieser alternativen Wohnform durch Vereine und Institutionen, die sich auf dem Gebiet der Daseinsfürsorge engagieren. Hierzu wird die CDU-Lindlar noch Gespräche z.B. mit dem Quartiersentwickler des Vereins „Lindlar verbindet e.V.“ führen.

Die Schaffung bezahlbaren Wohnraums durch die Etablierung von „Senioren-WGs“ brächte dabei einige Vorteile mit sich. Jeder Bewohner hätte eine eigenen Rückzugsraum, z.B. ein größeres Zimmer mit Schlaf und Verweilgelegenheiten sowie Bad, und gleichzeitig gäbe es gemeinsam genutzte Räume wie beispielsweise eine Küche, die vielleicht auch als Aufenthaltsraum diente. Viele Kosten ließen sich mit-einander teilen. Befürchtungen, einsam zu sein, gehören dann der Vergangenheit an. Trotzdem bleibt ein Rückzugsraum. Wenn gewünscht, können sich die Bewohner/-innen somit den Alltag angenehmer gestalten und für einander da sein, wenn es einmal darauf ankommt. Nutzt man zudem bestehende Immobilien, werden keine weiteren Flächen verbraucht.

Darüber hinaus könnte solch ein Wohnmodell auch in den einzelnen Kirchdörfern umgesetzt werden, wo sich potentielle Interessierte bereits seit langer Zeit kennen und sich eventuell bewusst für den Umzug in eine Wohngemeinschaft entscheiden. Eine Entwurzelung älterer Menschen bliebe somit aus, weil sie in ihrer angestammten Umgebung bei Ihren Freunden und Verwandten wohnten.

Durch die Bereitstellung attraktiven, bezahlbaren und gemeinschaftlichen Wohn-raumes sieht die CDU-Lindlar einen effektiven Beitrag zur selbstbestimmten Existenz bis ins hohe Alter. Vor allem dann, wenn es hierzu begleitende Betreuung und Hilfestellungen aus dem Ehrenamt gibt.

„Selbstbestimmung ist nichts Geringeres als eine Spezifikation der Menschenwürde. Es tut uns allen gut, auch wirklich alles daran zu setzen, alternden Menschen diese Würde zu erhalten. Die Schaffung bezahlbaren und nicht von Anonymität geprägten Wohnraumes für ältere Menschen kann hierzu einen, wenn auch zunächst nur kleinen, Beitrag leisten. Deshalb packen wir das Thema jetzt an“, so das Statement von Sven Engelmann, dem Vorsitzenden des CDU-Gemeindeverbandes.