Grußworte zum Neujahrsempfang 2019

Grußwort des Vorsitzenden des Gemeindeverbandes Sven Engelmann und des Bürgermeisters Dr. Georg Ludwig

Grußwort des Vorsitzenden des CDU-Gemeindeverbandes Sven Engelmann:

Sehr geehrte Damen und Herren,
verehrte Anwesende,

auch ich möchte Sie ganz herzlich zu unserem diesjährigen Neujahrsempfang 2019 begrüßen. Um nicht noch einmal alle Begrüßungen zu wiederholen, schließe ich mich meinen Vorrednern, vor allem aber unserem Moderator, Werner Sülzer, an. Ich bin begeistert darüber, dass uns nicht nur die eigenen Freundinnen und Freunde die Treue halten, sondern vor allem darüber, dass so viele Menschen aus den verschiedenen Organisationen in unserer Gemeinde Lindlar aber auch aus den Nachbargemeinden den Weg zu uns gefunden haben. Vielen Dank dafür, dass Sie sich heute Vormittag die Zeit genommen haben, um mit uns gemeinsam das neue Jahr zu begrüßen.

Diesen Dank möchte ich selbstverständlich auch an unsere Hauptredner aus Berlin und Düsseldorf richten. Lieber Carsten Brodesser, lieber Bodo Löttgen, lieber Peter Biesenbach, Ihnen ein ganz herzliches Dankeschön für die erhellenden und richtungsweisenden Worte aus Bund und Land!

Als neuer CDU-Vorsitzender möchte ich gerne diese Gelegenheit nutzen, um mich bei Ihnen vorzustellen.

Ich heiße Sven Engelmann, bin 39 Jahre alt, verheiratet und habe eine Tochter. Wir leben jetzt schon 13 Jahre in Lindlar und fühlen uns hier sehr wohl! Gemeinsam lebe ich mit meiner Familie mitten in Lindlar. Seit 2002 bin ich Mitglied in der CDU. Dort bin ich seit einigen Jahren im Parteivorstand u.a. als stellvertretender Vorsitzender und als Mitgliederbeauftragter aktiv gewesen. In der CDU-Ratsfraktion bin ich als sachkundiger Bürger tätig. Zudem engagiere ich mich im Presbyterium der Evangelischen Kirchengemeinde Lindlar. Als überzeugter und aktiver Protestant konnte ich zudem eine Brücke in die Partei schlagen. Denn als Kreisvorsitzender des Evangelischen Arbeitskreises der CDU-Oberberg habe ich die Möglichkeit, gemeinsam mit meinen Mitstreiterinnen und Mitstreitern ethische und insbesondere christliche Aspekte in die Politik hineinzutragen.

Ein weiteres, für mich ebenso wichtiges Betätigungsfeld war, ist und wird bleiben: die Pflege unserer partnerschaftlichen Verbindungen zu unseren Partnerstädten Brionne, Kaštela und Shaftesbury. Seit einigen Jahren bin ich im Partnerschaftskomitee der Gemeinde Lindlar aktiv, um daran mitzuwirken, dass die Freundschaft zwischen uns wächst und immer weiter vertieft wird. Das ist mir Vergnügen und Ehre zugleich.

Wenn ich auf die vergangenen Jahre meiner ehrenamtlichen Engagements zurückblicke, habe ich mich häufig dort eingebracht, wo es darum ging, Menschen zueinander zu bringen. Diese Erfahrungen möchte ich auch in die Parteiarbeit miteinbringen. Denn gerade in der größten Volkspartei ist es wichtig, Zusammenhalt trotz unterschiedlicher Sichtweisen und grundsätzlicher Kontroversen zu üben und die Geschlossenheit zu pflegen. Ich hoffe darauf!

Politik muss gestalten, planen und umsetzen. Also machen! Dabei muss das menschliche Miteinander im Vordergrund stehen. Die sozialen Räume in Lindlar müssen weiter gestaltet werden. Deshalb müssen funktionierende, soziale Infrastrukturen in Lindlar stetig verbessert und erweitert werden. Für Alt und Jung!

Deshalb möchte ich mich gemeinsam mit unseren Freunden dafür einsetzen, dass Lindlar sinnvoll weiterwächst, dass sich die Lindlarer Wirtschaft weiterentwickelt, dass WOHNEN – ARBEITEN – LEBEN hier vor Ort für möglichst viele Menschen eine Realität werden kann. Ich möchte Perspektiven für Menschen jeden Alters. Das Thema der Generationengerechtigkeit liegt mir sehr am Herzen.

Wir brauchen keine sozialen Spannungen in unserer Gesellschaft! Wir wollen Zusammenhalt! Daran werden wir als Volkspartei schließlich gemessen. Wir müssen die Belange der Senioren genauso berücksichtigen wie die der Kleinsten. Das fängt bei einer ausreichenden Anzahl an Betreuungsplätzen, sauberen Spielplätzen oder guten Schulen an und erstreckt sich hin zu sozialen Anbindungsmöglichkeiten für Ältere oder Schwächere in unserer Gemeinde. Dafür steht die CDU Lindlar!

All dies geht aber nur durch Bereitschaft zum stetigen Wandel und Bereitschaft zur Veränderung. Ohne Mut, notwendige Entscheidungen zu treffen und sie auch umzusetzen, geht es nicht. - Wir haben diesen Mut! Die CDU Lindlar war hierzu immer bereit und das wird sie unter meiner Führung auch bleiben!

Wir wollen Bewegung und keinen Stillstand! Wenn ich Bewegung sage, meine ich keinen Gleichschritt! Wir haben nicht alle die gleiche Meinung. Und das ist gut so! Aber wir wollen alle das Gleiche: Nämlich das Beste für Lindlar!

Liebe Gäste, das vergangene Jahr war lebhaft und von politischer Kontroverse geprägt. Diese Kontroversen möchte ich heute nicht inhaltlich aufgreifen. Eins ist mir dennoch mit Blick auf das kommende Jahr und die Zukunft sehr wichtig: Wir werden uns mit unseren politischen Kontrahenten streiten müssen. Streit ist per se nichts Schlechtes. Denn das verbale Ringen um die beste Lösung ist gewinnbringend. Aber Streit braucht Kultur! Dies sage ich nicht als Vorwurf oder mit Blick auf andere Parteien. Dies sage ich als Mahnung nach innen und außen. Denn wir brauchen unseren demokratischen Grundkonsens, um gemeinsam streitbar den Populisten von rechts und links entgegenzutreten. Deshalb möchte ich für mehr Dialog und Gesprächsbereitschaft in unserer Gesellschaft werben.

Meine Motivation als Vorsitzender der CDU von Lindlar beschreibe ich gerne mit dem Zitat von Nelly Sachs:

„Alles beginnt mit der Sehnsucht.“

Sehr geehrte Damen und Herren,

Sehnsucht heißt Suche! – Wir als CDU in Lindlar sind stets auf der Suche nach dem „mehr“, nach dem Größeren und Schöneren für unsere Mitbürgerinnen und Mitbürger.

Deshalb wünsche ich Ihnen für das kommende Jahr vor allem eins: die Zeit, um auf Ihre persönlichen Sehnsüchte zu hören. Ich würde mir dann wünschen, dass wir uns gemeinsam auf die Suche nach dem „mehr“, nach dem Schöneren und Besseren zum Wohle unserer Gemeinde Lindlar begeben. Wir laden Sie gerne ein zum Dialog, zum persönlichen Gespräch und zum Mitwirken. Wir freuen uns auf Sie!

Liebe Freundinnen und Freunde,
liebe Mitbürgerinnen und Mitbürger,
verehrte Gäste,

ich wünsche Ihnen für das kommende Jahr und Ihre persönliche Zukunft alles erdenklich Gute, Gesundheit und Erfolg!

Herzlichen Dank für Ihre Aufmerksamkeit!

Sven Engelmann
(Vorsitzender CDU-Gemeindeverband)

Grußwort unseres Bürgermeisters Dr. Georg Ludwig:

Sehr geehrte Damen und Herren,

alle Anwesenden grüße ich ganz herzlich. 

Ein Neujahrsempfang ist immer ein willkommener Anlass, nach vorne zu blicken und das neue Jahr in Angriff zu nehmen – um das Tor aufzumachen für den Weg, der 2019 vor uns liegt. Das Jahr 2018 hat arbeitsreich geendet, und nun gilt es, die Arbeit fortzusetzen.

Lindlar steht seit Jahrzehnten für positiven Wandel und für ein Ja zum Wachstum und zur Entwicklung im Einklang mit unserer Identität. Maßgeblich wird die zukunftsorientierte Politik von der CDU getragen, von Partei und Fraktion. Diese Politik möchte ich an einigen Beispielen deutlich machen: Schloss Heiligenhoven, das Neubaugebiet an der Jugendherberge und die Erweiterung des Industrieparks Klause. Gerade die beiden letztgenannten Projekte werden uns auch im vor uns liegenden Jahr begleiten und beschäftigen, im wörtlichen wie im übertragenen Sinn. Und gerade solch große Entwicklungsprojekte stehen auch für rege öffentliche Diskussionen und – wie unser Vorsitzender Sven Engelmann zu Recht sagt – eine lebendige Diskussionskultur ist erwünscht und positiv.

Was mir jedoch Sorgen bereitet, ist jedoch die Form, die der Diskurs in letzter Zeit häufig annimmt. Da werden in Leserbriefen oder über Facebook gesetzlich geregelte, demokratische Verfahren mit gelebter Bürgerbeteiligung wie Bauleitplanverfahren von einigen als undemokratisch bezeichnet, und Interessengruppen setzen auf verkürzte Informationen, Halbwahrheiten oder auf "alternative Fakten", um ihre Ziele zu erreichen. Es wird bewusst dem Bürger das Gefühl gegeben, dass er in einen politischen Prozess nicht eingreifen kann, um so Frustration und Unzufriedenheit zu schüren. Aber ist das wirklich notwendig? Sind doch Bürgerbelange hoch geschätzt. 

Nur ein Beispiel: Allein zum Industriegebiet sind aktuell 29 Eingaben von Bürgern erfolgt – die alle wichtig genommen werden und auch Einfluss haben können. Und wenn wir uns unsere Gemeinde ansehen – in welchem Bereich ist denn eine Entwicklung ohne Bürgerbeteiligung geschehen? 

Tatsächlich können wir stolz auf Lindlar sein. Und auf das, was die CDU geleistet hat. Male man sich aus, wie unsere Entwicklung als Gemeinde Lindlar allein in den letzten Jahren ohne eine CDU-Mehrheit verlaufen wäre – es gäbe keine Hauptschule, keine Förderschule, keinen neuen Drogeriemarkt, wahrscheinlich keine Schlossklinik, ein ganz großes Fragezeichen steht beim Industriegebiet, von Neubaugebieten für unsere Familien ganz zu schweigen. 

Der Dialog mit dem politischen Gegner ist grundlegend und wichtig, ja. 

Und gerade bei wichtigen Themen und großen, umfassenden Projekten wäre 

es schön, sich bei einem Kompromiss die Hand reichen zu können. 

Dialog heißt aber nicht zuletzt, Position zu beziehen und den eigenen Standpunkt zu vertreten. Der Blick auf die erreichten Erfolge motiviert, diesen Standpunkt berechtigt und mit Mut zu vertreten. Und zusätzlich motiviert es, wenn man den festen Willen hat, Lindlar auch in Zukunft erfolgreich zu gestalten. 

Die CDU benötigt in diesen Zeiten, angesichts der bedeutenden Entwicklungsprojekte, viel Stehvermögen, Durchhaltewillen und Bürgernähe. 

Es gilt, aktiv in den Dialog mit den Bürgerinnen und Bürgern in den einzelnen Kirchdörfern zu gehen, und die politische Meinungs- und Willensbildung durch Gespräche und Begegnungen vor Ort maßgeblich mit zu gestalten. 

Echte Bürgernähe heißt dabei nicht, es allen recht zu machen. Bürgernähe heißt vielmehr, wahrhaftig, authentisch und zuverlässig zu sein; und nur dies schafft langfristig Vertrauen. 

Vor dem Hintergrund ist die CDU heute mehr denn je gefordert, ihr ureigenes Profil zu zeigen, für ihre Werte, Ziele und Projekte einzustehen und auch weiterhin die Verantwortung zu übernehmen, die Lindlar zu der erfolgreichen, lebens- und liebenswerten Gemeinde gemacht hat, die es heute ist. Damit es auch in Zukunft so bleibt.

In diesem Sinne sage ich: Industriepark, Neubaugebiet, Flächennutzungsplan, integriertes Handlungskonzept, Investitionen in unsere Schulen, in die Feuerwehr, Radwegeausbau, Breitbandausbau und vieles mehr – „Willkommen 2019 - gehen wir es gemeinsam an!“